1. Mohren Eisbock
Minus 15 Grad und kälter. Jeder erinnert sich an die Wettervorhersagen in den vergangenen Wochen. Wir vom Mohren nahmen die klirrende Kälte zum Anlass, der Legende des "Eisbocks" auf den Grund zu gehen.
Eisbock? Legende? Da will man mehr wissen!
Kurios ist die Entstehungsgeschichte des Eisbockes: Im oberfränkischen Kulmbach soll ein Brauergeselle nach des Tages harter Arbeit zu müde gewesen sein, die Bockbierfässer vom Hof in den Keller zu rollen. In der folgenden klaren Winternacht herrschte bitterer Frost und am nächsten Morgen war das Bier zu Eis erstarrt. Die Fässer waren geborsten. Doch in der Mitte jeder dieser "Eistonnen" hatte sich das Konzentrat des Bieres gesammelt und war dank seines hohen Alkoholgehaltes nicht gefroren. Der Brauer, wütend wegen des Verlustes seines Bieres, befahl dem Gesellen im Zorn, das Eis aufzuhacken und das “braune Zeug“ zur Strafe auszutrinken. Doch von Strafe konnte keine Rede sein. Im Innern des Eises hatte sich ein malzig-süßes, schweres, aber süffiges Bier gesammelt: Der Eisbock war erfunden! Ein Bier, das stärker war als alles andere, was man zuvor nach dem Reinheitsgebot brauen konnte.
Eisbockproduktion beim Mohren - ganz herkömmlich!
Mit Beginn der Kältewelle wurde ein mit Bockbier gefülltes Fass in der Hoffnung, es möge wie einst bei der Erfindung des Eisbockes gefrieren, draußen gelagert. Und siehe da, nach ein paar Tagen im Freien war das Bier am Rand des Fasses gefroren. Das Gebräu im Inneren schmeckte zur Freude aller ausgezeichnet. Um größerer Mengen des köstlichen „G‘frorenen“ herzustellen, wurden rasch mehrere Fässer in die Kälte gerollt.
Die Legende lebt!
Mit einer Stammwürze von fast 23% und einem Alkoholgehalt von knapp 10% Vol. ist der Eisbock eine starke, sehr intensive Bierspezialität! Aus 100 Litern Mohren-Bockbier wurden zirka 55 Liter köstlicher Eisbock gewonnen
Süffig: g‘frorenes Mohren
Am Valentinstag trafen sich Bockbier-Kunden, Freunde und Mitarbeiter auf der Terrasse der Mohrenbrauerei, um beim 1. Eisbock-Anstich dabei zu sein.
Um an die Köstlichkeit heranzukommen, musste wie in früheren Zeiten zuerst die dicke Eisschicht durchdrungen werden. Zunächst wurden die Eisenringe des Fasses vorsichtig entfernt und danach der Eisbock durch ein in den Eismantel gebranntes Loch angezapft.
Schließlich konnte man mit den Gästen auf einen gelungenen Eisbock anstoßen. Anwesende Vorarlberger Gastronomen und Bierkenner waren begeistert! Der Mohren Eisbock ist eine Sünde wert.
DANKE
Ein besonderer Dank gilt unserem Produktionsteam, das sich neben ihren alltäglichen Arbeiten auch noch intensiv diesem besonderen Projekt gewidmet haben.
v.l.n.r. Cornelia Luger, 2. Braumeister Michael David, Fritz Palli, Braumeister DI Ralf Freitag, Florian Matha und Stefan Palli.











































