Neuen Technologien gegenüber stets offen sein, vor allem dann, wenn die Qualität des Bieres dadurch auch maßgeblich verbessert werden kann. Im Dienste unserer Kunden waren wir bisher immer maßstabsetzend - und werden es auch zukünftig sein.
Fasswechsler
In den 1980er Jahren setzte sich der Trend der Computerschankanlagen mehr und mehr durch. Da die neuen Anlagen oft zu Störungen und Bierverlust beim Fasswechsel führten, war dringender Handlungsbedarf gegeben. 1984 setzte die Mohrenbrauerei August Huber mit einer raffinierten Erfindung neue Maßstäbe im Schankbereich. Der automatische Bierfasswechsler wurde präsentiert und zum Patent angemeldet.
Der automatische Bierfasswechsler der Mohrenbrauerei erlaubt einen durchgehenden Schankbetrieb ohne Unterbrechung und Bierverlust beim Austauschen der Fässer. Am Fasswechsler hängen drei Fässer, egal welcher Größe. Alle Fässer sind bereits angeschlossen, aber nur eines steht unter Förderdruck. Ist ein Fass leer, schaltet der Mechanismus automatisch auf das nächste um. Beim Anzapfen des letzten Fasses wird das Personal mittels Signallampe daran erinnert, dass das letzte Fass am Anstich ist.
Damit Bier zum Schankhahn fließt, müssen die Fässer unter Druck stehen. Zu diesem Zweck sind Schankgasflaschen angeschlossen. Auch diese können dank eines automatischen Schankgaswechslers unterbrechungsfrei ausgetauscht werden.
Die Innovation der Mohranbrauerei wurde ständig weiterentwickelt und bewährt sich bis heute in zahlreichen Gastronomiebetrieben. Neben Bier eignet sich die Anlage auch für Wein und Limonade.
Zylindrokonische Gär- und Lagertanks (ZGK)
ZKG sind einfacherer, sicherer und hygienischer im Handling im Vergleich zu liegenden Bottichen. Die stehenden ZKG sind zudem wirtschaftlicher und energetisch günstiger als die Bottiche. Da die Hefe frühzeitig geerntet werden kann und die Kohlensäurebindung viel gebunden wird, ist eine höhere Bierqualität gewährleistet.
Detailinformationen
Zylindrokonische Tanks haben folgende arbeitstechnische und technologischen Vorteile:
- Höhere Wirtschaftlichkeit durch bessere Bedienbarkeit und geringeren Platzbedarf.
- Angenehmere Arbeitsbedingungen, da keine Gärungskohlensäure in den Gärkeller entweicht.
- Bessers hygienisches Umfeld, da Tanks komplett geschlossen sind.
- Erhöhte mikrobiologische Sicherheit, Tanks können automatisch gereinigt und innen poliert werden.
- Verbesserte Hefeernte durch Kühlzonen und konische Form.
- Optimales Hefemanagement, weil die Hefe im Konus noch extra gekühlt wird, die Hefe bleibt vitaler und es findet keine negative Geschmacksbeeinträchtigung statt.
- Durch die geschlossene Bauweise der ZKG wird die Gärungskohlensäure besser gebunden. Das ergibt rezente und spritzige Biere mit schönen , feinen Kohlensäurebläschen. Und einen schönen Schaum obendrein.
- Beim Entleeren der Tanks kann der erforderliche Druck mit CO² aufgebaut werden. Das heißt, die Biere nehmen keinen Sauerstoff auf.
- Umweltfreundlich, weil die Gärungs-CO² zurückgewonnen werden kann.
Robotertechnologie
Großes Aufsehen erregte die Mohrenbrauerei, als sie 1997 als eine der ersten Brauereien Mitteleuropas einen 6-Achs-Roboter zur vollautomatischen Palettierung von Fässern einsetzte.
2001 folgten zwei weitere Palettierungsroboter und 2002 eine vollautomatische Kleinverpackungsanlage.
Einführung der PET-Technologie
Als eine der wenigen europäischen Brauereien ist die Mohrenbrauerei darauf spezialisiert, Bier in
PET-Flaschen abzufüllen.
PET (Polyethylenterephthalat) ist ein thermoplastischer Kunststoff aus der Familie der Polyester. Nach der Benutzung und richtiger Entsorgung im Plastikmüll
werden die Flaschen umweltfreudlich aufbereitet und zu neuen Produkten verarbeitet.
PET-Flaschen sind 100% geschmacksneutral, somit ist eine einwandfreie Qualität der Biere gewährleistet. Durch das minimale
Gewicht eignen sich PET-Flaschen hervorragend für unterwegs.
EDV gestützte Datenverarbeitung
Ende der 60er Jahre startete die Mohrenbrauerei eine Kooperation mit dem Vorarlberger Rechenzentrum und leitete somit eine neue Zeit ein. Effizientere Datenverarbeitung und schnellere, kontrollierbare Prozesse waren die Folge - in Produktion, Logistik und Distribution.
Ihren vorläufigen Höhepunkt erlangte diese Entwicklung 1999, als eine vollautomatische Sudhausanlage in Betrieb genommen wird. Die Steuerung und Überwachung erfolgt mittels Handy oder Computer.




