Franz Anton Huber
"...... samt Gasthaus, Brauerei, Stall, Stadel, Biergarten und anstoßender Bündt in einem Gesamtausmaß von 6 Viertel Boden."
Am 1. Mai 1834 erwarb der Dornbirner Handels- mann und Schlosser das Mohrenanwesen. Die Brauerei befand sich damals im Erdgeschoß, die Gastwirtschaft im 1. Stock.
1846 verkauft Franz Anton das Gast- und Brauhaus an seinen Sohn Johann Ulrich, behält aber für sich und seinen Sohn Karl Ferdinand das Recht der gemeinsamen Benützung.
1849 stirbt Franz Anton Huber im Alter von 64 Jahren. Laut Testament erhielt der jüngste Sohn Karl Ferdinand den Brauereianteil des Vaters sowie die Nutzungsrechte des am Fischbach gelegenen Hopfengartens.
Handwerk für den Erfolg
Die jährliche Biererzeugung dürfte mit einer 480l fassenden Sudpfanne ca. 300 hl betragen haben. Pumpen, sowie andere mechanische Einrichtungen kannte man damals noch nicht und es musste alles mit einfachen Geräten von Hand gemacht werden.
Eis als Kühlmittel war noch nicht bekannt
Die Erzeugung des Bieres war auf die Wintermonate beschränkt. Es wurde folglich der ganze Jahresbedarf in der kalten Jahreszeit erzeugt und eingelagert. Daher bedurfte es ziemlich großer Lagerräume. Die sogenannten "Sommerbiere" mussten stark eingebraut und auch gehopft werden, um die entsprechende Haltbarkeit zu erzielen.
Die Geschäfte gehen gut
Um die Brauerei zu erweitern, wurde ein Wohnhaus in der Dr. Waibelstrasse gekauft. Hier errichtete man zwei neue Bierkeller zur Lagerung der Biere.
Das Mohrenareal wuchs stetig an und prägte bald das Dornbirner Stadtbild.
Erfindung der Eisenbahn
1835 wurde die erste Deutsche Eisenbahnstrecke zwischen Nürnberg und Fürth eröffnet. Das erste Transportgut bestand aus 2 Fässern Bier.
Auch in Vorarlberg wurden bald die ersten Bahnstrecken eingerichtet. Somit war auch der Biertransport in weiter entfernte Regionen wesentlich einfacher. Besonders vorteilhaft wirkte sich für die Mohrenbrauerei die Bahnstrecke in Richtung Arlberg aus.






